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Trainerrückblick - FRV Plöwen - Saison 2012/2013






Hi Jens. Der FRV Plöwen beendete die Saison 2012/13 auf dem 6. Tabellenplatz, punktgleich mit Pelsin und Wilsickow, aber mit dem schlechteren Torverhältnis. Wie siehst du rückwirkend die Saison und bist du mit der Platzierung zufrieden?
Der 6. Tabellenplatz ist für mich eingutes Ergebnis und nicht so entscheidend. Natürlich ist es ärgerlich, von drei punktgleichen Mannschaften die mit dem schlechtesten Torverhältnis zu sein. Ein Punkt mehr und Platz 4 wäre erreicht. Gegen Rollwitz wurde uns dieser Punkt genommen, es gab aber auch Spiele wie in Bergholz, Viereck, Strasburg und Rossow, wo wir diesen Punkt selbst verschenkt haben. Rollwitz hat sicher in einer anderen Liga gespielt, ab Platz zwei wäre für uns alles drin gewesen. Aber noch mal, wir hatten viel Spaß zusammen und haben insgesamt eine gute Saison gespielt.

Mit lediglich 37 Gegentreffern bei 26 Spielen stellt der FRV Plöwen die zweitbeste Abwehr hinter dem Aufsteiger aus Rollwitz. Was ist das Erfolgsrezept dieser defensiven Glanzleistung?
Ich denke, dass es uns in diesem Jahr gelungen ist, unsere taktischen Aufgaben und die fangen nun mal in der Defensive an, gut zu lösen. Bis auf wenige Spiele haben wir kaum Fehler gemacht und daher auch wenige Gegentore erhalten. Mit den Zugängen von Haacki (Anm. Spitzname von E. Wörmsdorf) im Tor sowie Torsten und André in der Defensive hatten wir auch deutlich mehr Qualität in der Breite des Kaders und konnten Ausfälle in der Defensive im Prinzip nahtlos ersetzen.

Gleich auch mal eine kritische Frage: Gerade 53 Treffer bedeuten aber auch nur Mittelmaß in der Offensive. Warum in dieser Saison so schlecht?
Natürlich haben wir in unserer Torausbeute für die neue Saison deutlich Luft nach oben. Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass wir mit Wassi vor der Saison unseren Torgaranten der letzten Jahre verloren haben und uns unsere eigentlichen Stammkräfte im Angriff – Peschi, Hacki und Momo – verletzungs- bzw. arbeitsbedingt nur sehr selten zur Verfügung standen. Hinzu kam der Wechsel von Tino zum SV Glasow. Alle anderen, die dann immer in unterschiedlichen Aufstellungen vorn zusammen spielen mussten, haben dies sehr engagiert getan und sich insbesondere im Verlaufe der Saison denke ich gut weiterentwickelt. Peschis schwere Verletzung tut mir sehr leid. Ich hoffe, dass er bald zum Team zurückkommt.

Was war deiner Meinung nach das beste Spiel in dieser Saison von deinen Schützlingen und welches hat eher das Pradikat: „Schnell abhaken und vergessen“ verdient?
Positiv ganz klar das 6:1 im vorletzten Saisonspiel zu Hause gegen den späteren Tabellenzweiten Forst Torgelow. An ein „Schnell abhaken und vergessen-Spiel“ kann ich mich nicht so richtig erinnern, denn wir hatten eigentlich in jedem Spiel sehr gute Phasen. Ich möchte es anders sagen: Aus solchen Spielen wie in Strasburg oder auch in Bergholz, in denen wir klare Führungen leichtfertig und taktisch völlig ungeordnet abgegeben haben, sollten wir lernen und diese in der Zukunft möglichst minimieren.

Jetzt meinen einige zu wissen, welches das beste Fußballalter ist: Das Durchschnittsalter der Mannschaft beträgt 29,6 Jahre! Man gehört somit nicht zu den Jüngsten in der Liga. Ist das eher gut oder schlecht?
Nehmen wir mal die Fair-Play-Tabelle. Da kommt uns unsere Erfahrung und die Gelassenheit, die man mit 30 Jahren hat und die mit 18 vielleicht noch nicht da war, entgegen. Das beste für ein Team ist sicher eine gesunde Mischung im Alter, um auch für die Zukunft gut aufgestellt zu sein. Da müssen wir also sicher aufpassen, nicht auf einen Schlag wegen des Karriereendes mehrerer "Altgedienter" in eine schwierige Situation zu geraten. Wir sind also gut beraten, junge Leute, die Lust haben bei uns Fussball zu spielen, im Verein zu begrüßen und würden das auch gern tun.

Seit dieser Saison ist A. Sanow wieder Kapitän der „Löwen aus Plöwen“. Wie wichtig ist er für die Mannschaft?
Ich glaube, dass sich für Moppel mit der Übernahme des Kapitänsamtes nicht soviel geändert hat. Auf der einen Seite war er schon immer ein Spieler, auf den man sich verlassen konnte und der sich stets voll in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Auf der anderen Seite ist er jemand, der auch auf dem Platz jetzt als Kapitän die lauten Töne meidet. Für mich ist er ein super verlängerter Arm, um auf das Geschehen auf dem Platz Einfluss zu nehmen. Ich denke, dass wir insgesamt eine sehr flache Hierarchie im Team haben und daher nicht unbedingt auf „den Capitano“ angewiesen sind. Persönlich ist es mir wichtiger, dass jeder seine Wünsche und Ideen aktiv über den Mannschaftsrat einbringt, um das mit den Trainern und den Kapitänen Moppel und Torsten zu besprechen.

Die Kutzow-Arena hat sich in den letzten Jahren zu einer Festung avanciert. Man hört oft, dass es ein wahrer Löwenkäfig ist. Warum ist der FRV Plöwen so heimstark und zeigt gerade dort überraschend gut Leistungen (8 Siege bei 12 Spielen)?
Mit den Fans im Rücken fällt es uns zu Hause augenscheinlich leichter, unser Selbstbewusstsein auch auf dem Platz umzusetzen. Selbst enge Spiele sind regelmäßig zu unseren Gunsten ausgegangen. Vielleicht sind es zu Hause die paar Prozentpunkte an Einsatz, Willen und Überzeugung, die dann den Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben. Eine bessere Erklärung dafür fällt mir auch nicht ein. Vielleicht ist es aber auch der inzwischen sehr gute Platz, der unserem spielerischen Element zu Gute kommt. Danke an E. Jagow für seine Mühen und die Plöwener Agrarbetriebe für die Unterstützung.

Warum ist auf der Gegenseite die Mannschaft so inkonstant auf fremden Geläuf? Nur 4 von 14 Spielen konnten gewonnen werden und 23 der 37 Gegentreffer wurden gefangen!
Die Frage ist mindestens so gut wie die vorherige. Wenn wir das immer so genau begründen könnten, würden wir es ändern. Ich denke, dass wir zu Hause stabiler als Mannschaft funktionieren. Auswärts hatten wir immer wieder Phasen, in denen wir nicht in der Lage waren, gut sortiert die gegenerischen Angriffe abzuwehren. Nach regelmäßigen Führungen mussten wir oft noch Punktverluste hinnehmen, zum Teil sehr unnötig.

Man liest viel vom „Trainergespann“. Gemeinsam mit deinem älteren Bruder Ulf leitest Du die Mannschaft. Habt ihr klare Absprachen untereinander oder wie ist das aufgeteilt?
Trainergespann ist ein guter Begriff, zumal wir ja gar kein Training machen. Spass bei Seite, wir sehen uns eher als Mannschaftsbetreuer. Da ist es gut, die Aufgaben zu zweit lösen, organisatorische Dinge teilen und sich hinsichtlich der Aufstellungen zu den Spielen abstimmen zu können. Ich bin froh, dass mit Uli ein wirklich positiv Fussballverrückter unsere Mannschaft immer und zu jeder Zeit unterstützt.

Zum Schluß noch ein Blick in die Glaskugel: Was glaubst du, wird der FRV Plöwen in der Saison 2013/14 erreichen können? Habt ihr Neu- oder Abgänge zu verzeichnen und wenn ja, kannst du hier schon offen darüber reden? Ich denke, dass wir mit dem Aufstieg des SV Rollwitz in die Kreisoberliga eine Kreisliga-Staffel Süd vorfinden werden, in der aus meiner Sicht 5 bis 6 Mannschaften den Staffelsieg erreichen können. Das zeugt von einer wahnsinnigen Leistungsdichte. Und wir gehören mit Sicherheit zu den Mannschaften, die es wieder zu beachten gilt. Wichtig für uns wird es sein, möglichst eine Stammformation zu finden, die regelmäßig am Start sein kann und dann von einer starken Bank ergänzt wird. Die Top-Drei-Platzierung halte ich für durchaus realistisch. Positiv sehe ich die Tatsache, dass noch kein Abgang definitiv feststeht. Einzige Überlegungen, seine Schuhe nicht mehr zu schnüren, trägt derzeit Hacki. Neu zu uns kommen unser erster polnischer Sportsfreund, Ariel Staczkiewicz aus Ladenthin, Wassi-Junior Peter Urbellis aus Pasewalk und Wassi selbst. Ich freue mich, dass er uns als Standby-Profi mit seiner Erfahrung und seinem Torinstinkt in der kommenden Saison gerade in engen Phasen gern noch einmal unterstützen möchte.

Das Wichtigste für mich in der neuen Spielzeit ist jedoch nicht die Platzierung sondern der Spass meiner Jungs am Fussball. Möge der Ball noch möglichst viele Jahre zur Freude der Fans erfolgreich durch die Kutzow-Arena rollen, FRV forever !!!